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VVM Finanz & Wirtschaftsberatung Immobilienfinanzierung verständlich erklärt
VVM Finanzierungswissen

Finanzierungslexikon – Begriffe rund um Baufinanzierung einfach erklärt

Beleihungsauslauf, Sollzinsbindung, Restschuld oder Forward-Darlehen: Viele Begriffe aus der Immobilienfinanzierung sind für Banken Alltag, für Käufer und Eigentümer aber nicht immer sofort verständlich. Dieses Lexikon erklärt die wichtigsten Begriffe verständlich und praxisnah.

Finanzierung verstehen – statt nur Fachbegriffe zu kennen

Viele Begriffe beeinflussen unmittelbar Darlehenshöhe, monatliche Rate, Finanzierungskonditionen oder die spätere Restschuld. Deshalb beschränkt sich das VVM Finanzierungslexikon nicht auf kurze Definitionen, sondern ordnet die Begriffe in den Zusammenhang einer Immobilienfinanzierung ein.

Die Erklärungen ersetzen keine Prüfung eines konkreten Finanzierungsfalls. Sie sollen helfen, Zusammenhänge besser zu verstehen und Finanzierungsangebote fundierter einordnen zu können.

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Vertiefende Themen

Fünf besonders wichtige Finanzierungsbegriffe

Diese fünf Themen werden später als eigenständige Ratgeberseiten ausgebaut. Bis dahin führen die Links zur jeweiligen Erklärung im Lexikon.

Beleihungsauslauf

Warum das Verhältnis zwischen Darlehenshöhe und Beleihungswert die Finanzierung beeinflussen kann.

Begriff erklären →
Forward-Darlehen

Wie eine spätere Anschlussfinanzierung bereits im Voraus geplant werden kann.

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Bereitstellungszinsen

Wann bei noch nicht vollständig ausgezahlten Darlehen zusätzliche Kosten entstehen können.

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Vollfinanzierung

Wann eine Immobilienfinanzierung mit wenig oder ohne Eigenkapital grundsätzlich geprüft werden kann.

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Kaufnebenkosten

Welche zusätzlichen Kosten beim Immobilienkauf von Beginn an berücksichtigt werden sollten.

Begriff erklären →
Themenbereich 1

Finanzierung & Darlehen

Grundbegriffe rund um Darlehensstruktur, Auszahlung und Finanzierungshöhe.

Annuitätendarlehen

Die monatliche Rate setzt sich aus Zins und Tilgung zusammen. Während der Zinsanteil im Laufe der Zeit sinkt, steigt der Tilgungsanteil.

Vollfinanzierung

Bei einer Vollfinanzierung wird ein sehr hoher Anteil des Immobilienkaufs über Darlehen finanziert. Zu unterscheiden ist zwischen der Finanzierung des Kaufpreises und einer zusätzlichen Finanzierung der Kaufnebenkosten.

Darlehensrate

Die regelmäßige Zahlung an den Finanzierungspartner. Bei einem Annuitätendarlehen besteht sie im Wesentlichen aus Zins und Tilgung.

Darlehensauszahlung

Die Auszahlung erfolgt, wenn die vereinbarten Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt sind. Bei Neubau oder Modernisierung kann sie in mehreren Teilbeträgen erfolgen.

Laufzeit

Der Zeitraum, über den ein Darlehen voraussichtlich zurückgeführt wird. Die Laufzeit ist nicht mit der Sollzinsbindung gleichzusetzen.

Bereitstellungszinsen

Sie können entstehen, wenn ein zugesagtes Darlehen nach Ablauf der vereinbarten bereitstellungszinsfreien Zeit noch nicht vollständig abgerufen wurde.

Themenbereich 2

Zinsen, Tilgung & Restschuld

Begriffe, die die laufende Belastung und die Entwicklung des Darlehens bestimmen.

Sollzins

Der vertraglich vereinbarte Zinssatz, mit dem der ausgezahlte Darlehensbetrag verzinst wird.

Effektiver Jahreszins

Er berücksichtigt neben dem Sollzins weitere preisbestimmende Faktoren und erleichtert den Vergleich unterschiedlicher Darlehensangebote.

Sollzinsbindung

Der Zeitraum, für den der vereinbarte Sollzinssatz festgeschrieben ist. Danach besteht häufig noch eine Restschuld.

Tilgung

Der Anteil der Darlehensrate, mit dem die eigentliche Darlehensschuld zurückgeführt wird.

Sondertilgung

Eine zusätzliche Zahlung außerhalb der regulären Monatsrate. Ob und in welcher Höhe sie möglich ist, ergibt sich aus dem Darlehensvertrag.

Restschuld

Der Darlehensbetrag, der zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht zurückgezahlt wurde. Er ist besonders für die Anschlussfinanzierung wichtig.

Themenbereich 3

Eigenkapital & Immobilienbewertung

Wie eigene Mittel, Immobilienwert und Darlehenshöhe zusammenwirken.

Eigenkapital

Eigene finanzielle Mittel, die in Kauf und Finanzierung eingebracht werden. Wie viel davon sinnvoll eingesetzt werden sollte, hängt von der Gesamtstruktur ab.

Beleihungswert

Der Wert, den ein Finanzierungspartner der Immobilie im Rahmen seiner Bewertung zugrunde legt. Er ist nicht zwangsläufig mit Kaufpreis oder Marktwert identisch.

Beleihungsauslauf

Das Verhältnis zwischen Darlehenshöhe und Beleihungswert der Immobilie. Es kann Einfluss auf mögliche Finanzierungspartner und Konditionen haben.

Finanzierungsauslauf

Der Begriff wird teilweise ähnlich wie Beleihungsauslauf verwendet. Je nach Finanzierungspartner können jedoch unterschiedliche Berechnungsgrundlagen bestehen.

Bonität

Sie beschreibt vereinfacht die Fähigkeit und Bereitschaft eines Darlehensnehmers, seine finanziellen Verpflichtungen dauerhaft zu erfüllen.

Haushaltsrechnung

Einnahmen und laufende Ausgaben werden gegenübergestellt, um den finanziellen Spielraum für die geplante Darlehensrate einzuschätzen.

Themenbereich 4

Immobilienkauf & Kaufnebenkosten

Kosten und rechtliche Grundbegriffe, die neben dem eigentlichen Kaufpreis eine Rolle spielen.

Kaufnebenkosten

Hierzu zählen insbesondere Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls eine Maklerprovision.

Grunderwerbsteuer

Eine Steuer, die grundsätzlich beim Erwerb eines Grundstücks beziehungsweise einer Immobilie anfällt. Die Höhe richtet sich nach dem Bundesland.

Notarkosten

Ein Immobilienkauf muss notariell beurkundet werden. Die hierfür entstehenden Gebühren sind gesetzlich geregelt.

Grundbuchkosten

Für Eintragungen und Änderungen im Grundbuch fallen Gebühren an, etwa für Eigentumsumschreibung oder Grundschuldeintragung.

Maklerprovision

Wird die Immobilie durch einen Makler vermittelt, kann eine Provision anfallen. Höhe und Aufteilung hängen von Vereinbarung und gesetzlichen Vorgaben ab.

Auflassungsvormerkung

Sie wird im Grundbuch eingetragen und sichert den Anspruch des Käufers auf die spätere Eigentumsübertragung.

Kaufpreisfälligkeit

Der Kaufpreis wird üblicherweise fällig, wenn die vertraglichen Voraussetzungen erfüllt sind und der Notar die entsprechende Mitteilung versendet.

Themenbereich 5

Anschlussfinanzierung

Begriffe für die Zeit vor und nach Ablauf der bisherigen Sollzinsbindung.

Forward-Darlehen

Damit können Konditionen für eine zukünftige Anschlussfinanzierung bereits vor Ablauf der bestehenden Sollzinsbindung vereinbart werden.

Prolongation

Die bestehende Finanzierung wird beim bisherigen Finanzierungspartner zu neu vereinbarten Konditionen fortgeführt.

Umschuldung

Die verbleibende Restschuld wird durch einen anderen Finanzierungspartner abgelöst.

Vorfälligkeitsentschädigung

Bei vorzeitiger Rückzahlung eines Darlehens kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung anfallen. Maßgeblich sind Gesetz und Vertrag.

Themenbereich 6

Finanzierungsprüfung, Förderung & Modernisierung

Begriffe zur Prüfung des Finanzierungsfalls und zur Einbindung weiterer Finanzierungsbausteine.

Kapitaldienstfähigkeit

Sie beschreibt, ob Einkommen und verfügbare Mittel ausreichen, um Zins und Tilgung dauerhaft zu tragen.

Auszahlungsvoraussetzungen

Vor Auszahlung eines Darlehens müssen bestimmte Unterlagen und Voraussetzungen erfüllt sein. Welche, hängt vom Finanzierungsfall und Finanzierungspartner ab.

KfW-Darlehen

KfW-Programme können je nach Vorhaben und jeweils geltenden Förderbedingungen als Baustein einer Finanzierung infrage kommen.

Modernisierungsdarlehen

Es dient der Finanzierung von Maßnahmen an einer bestehenden Immobilie. Je nach Vorhaben können Modernisierungskosten auch in eine Immobilienfinanzierung eingebunden werden.

Zwischenfinanzierung

Sie kann eingesetzt werden, wenn Kapital erst später verfügbar wird, aber bereits vorher für ein Immobilienvorhaben benötigt wird.

Nachrangdarlehen

Ein Darlehen, dessen Sicherheit im Rang hinter einer vorrangigen Grundschuld zurücksteht. Konditionen und Einsatzmöglichkeiten hängen vom konkreten Fall ab.

Nichtabnahmeentschädigung

Wird ein verbindlich vereinbartes Darlehen nicht abgenommen, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung verlangt werden.

Nicht jeder Begriff entscheidet allein über eine Finanzierung

Ein niedriger Zinssatz allein macht noch keine gute Finanzierung. Ebenso lässt sich aus Eigenkapital, Beleihungsauslauf oder Einkommen allein noch nicht beurteilen, ob ein Vorhaben sinnvoll finanzierbar ist.

Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Einkommen, Haushaltsrechnung, Eigenkapital, Immobilienwert, Darlehenshöhe, Tilgung, Sollzinsbindung, monatlicher Belastung und langfristiger Tragbarkeit.

Konkretes Finanzierungsvorhaben

Aus Begriffen wird eine konkrete Finanzierungsentscheidung

Wenn Sie bereits eine Immobilie gefunden haben oder Ihre Finanzierung vorbereiten möchten, können wir gemeinsam prüfen, welche Finanzierungsstruktur für Ihre persönliche Situation grundsätzlich infrage kommt.

Vergütung und Transparenz:
Bei erfolgreicher Vermittlung erhält VVM in der Regel eine Vergütung vom jeweiligen Finanzierungspartner. Art und Höhe können je nach Finanzierungsfall, Finanzierungspartner und Objekt unterschiedlich sein und werden im Beratungsprozess transparent erläutert.